Karriere in der Altenhilfe

„Ich habe ganz klein angefangen und mich dann hochgearbeitet.“

Petra Benz vor dem Start auf ihrem Weg zu älteren Menschen mit Assistenzbedarf.

„Die Arbeit ist so individuell, dass es nie langweilig wird.“

Seit 1999 arbeitet Petra Benz bei der BruderhausDiakonie. Angefangen hat sie als Nachbarschaftshelferin. Neben der Erledigung des Haushalts der älteren Menschen, gehörte auch die leichte Pflege zu ihren Aufgaben. „In der Nachbarschaftshilfe habe ich bis 2010 ambulant gearbeitet und habe dann die Ausbildung zur Alltagsbegleiterin gemacht. Die Pflege hat mich immer mehr interessiert. Ich dachte mir, wenn ich jetzt schon so viel weiß, dann kann ich ja auch weiter ins Detail gehen. 2012 hat mich dann mein Chef dazu ermutigt, den nächsten Schritt zu machen. Erst wurde ich Altenpflegehelferin und dann habe ich die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft begonnen, die ich 2015 abgeschlossen habe. Ich habe ganz klein angefangen und mich dann hochgearbeitet“ erzählt Petra Benz.

Seit dem Abschluss ihrer Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin arbeitet Petra Benz im ambulanten Dienst der Diakoniestation Oberes Kinzigtal. Sie fährt in einem Radius von bis zu 25 Kilometern von Haushalt zu Haushalt und hilft Seniorinnen und Senioren bei der Körperpflege, bei der Behandlungspflege und bei Kleinigkeiten im Haushalt. Die Kommunikation mit Angehörigen, Ärztinnen und Ärzten sowie die Absprache mit Kolleginnen und Kollegen spielen zusätzlich eine große Rolle. „Die Arbeit ist so individuell, dass es nie langweilig wird“ schwärmt Petra Benz. Am meisten gefällt ihr, dass sie sich im ambulanten Dienst auf jede Person einzeln konzentrieren kann.

Da sie oft eine ähnliche Tour fährt, kennt sie die Haushalte mittlerweile sehr gut und berichtet begeistert von ihrer Arbeit: „Wenn die Klientinnen und Klienten dich ins Herz geschlossen haben kommt es manchmal vor, dass sie dich umarmen. Da kommt richtig viel zurück. Auch wenn sie dir ein Lächeln schenken bringt das manchmal schon ganz viel. Oft erzählen sie von ihrer Vergangenheit und dann frage ich schon auch gerne nach oder erzähle was von mir. Das lockert die Situation ein wenig auf. Man muss die Geschichte hinter jedem Menschen sehen. Wertschätzung und Empathie steht bei dieser Arbeit an vorderster Stelle. Man hat einen ganz besonderen Bezug zu den Leuten. Es macht einfach Spaß.“

„Man lernt nie aus.“

Vor zwei Jahren hat Petra Benz sich erneut beruflich weiterentwickelt. Sie absolvierte eine viermonatige Weiterbildung zur sogenannten „Pain-Nurs“ und ist nun spezialisiert auf Schmerzmanagement. Dadurch hat sie die Zusatzbezeichnung „Algesiologische Fachassistenz“ erworben. „Das war sehr interessant. Man lernt nie aus. Wenn man Interesse hat und sich auf irgendwas spezialisieren will, unterstützt einen die BruderhausDiakonie immer dabei“, betont sie.